Tutzinger Radiotage

Schockschwerenot, ein Nordlicht in Bayern! Für die 11. Tutzinger Radiotage (21.-23.06.) habe ich all meinen Mut zusammen genommen und habe mich in den Freistaat gewagt – und wurde weder vom Blitz getroffen, noch verbrannt. Alles super 🙂

Ich hatte das Glück von Daniel Fiene und Dennis Horn als eines von sechs „Radiotalenten“ ausgewählt zu werden, die eingeladen wurden teilzunehmen und die Veranstaltung medial zu begleiten. Im Netz versteht sich: radiotage.wasmitmedien.de

„Recherchieren, erzählen, teilen“ war das Oberthema der Radiotage. Hierzu gab es Vorträge und Workshops. Dumm bloß, dass man sich für einen der Workshops entscheiden musste und deshalb die anderen beiden verpasst hat. Denn ganz ehrlich: Das war alles unglaublich interessant. Natürlich wird auf solchen Veranstaltungen das Rad nicht neu erfunden. Schön wäre es, aber dafür sind schlichtweg zu wenige EntscheiderInnen vor Ort. Dabei waren aber vor allem zahlreiche Radioenthusiasten, Menschen, die das Radio wirklich lieben. Und solche Menschen sind mir ja generell sogar lieber als Entscheider 🙂

Die Stimmung vor Ort war überaus herzlich, positiv und offen. Aus den zahlreichen Vorträgen habe ich einige gute Impulse mitnehmen können, auch wenn die Inhalte tatsächlich erst einmal sacken müssen. Da wir „Radiotalente“ parallel mit dem Schreiben von Beiträgen, dem Planen von Interviews und der Gestaltung des Blogs alle Hände voll zu tun hatten, war das Programm noch eine Spur straffer als ohnehin schon. Die Folge: Kopfschmerz, aber positiv induziert.

Zwei Aspekte, die mir besonders im Gedächtnis haften geblieben sind, möchte ich hervorheben: Zum einen den Vortrag von Schiwa Schlei, ehemals 1Live, jetzt Online- und Wortchefin bei Funkhaus Europa. Sie hat über Radio im Netz gesprochen und hier sehr viel interessanten Input geliefert. Einige Punkte sind hier nachzulesen.
Aus meiner Perspektive besonders interessant ist der Punkt Persönlichkeit, weil ich hier meine eigene Position in ihren Aussagen wiederfinde.
Radiopersönlichkeiten als „trusted guides“

Genau das ist es, was ich an meiner Arbeit am Mikrofon so wichtig finde. Ich will Begleiter meiner HörerInnen sein, kein Labertrüffel, der das Wetter vorträllert. Insofern schön diese Gedanken von außen „bestätigt“ zu sehen.

Zweiter Punkt, der hängen geblieben ist: Der Input von David Schraven (Correctiv!) in Sachen Recherche. Hier spüre ich bei mir selbst bei einigen Themen durchaus noch Unsicherheiten. Der Input von Schraven, welche Wege zu gehen sind, war hier eine gute Inspiration, die viel in meinem Kopf angeregt hat. Kurz gesagt: Da geht noch was.
Mein Interview mit David Schraven:

 

Mein persönliches Fazit: Nein, wir haben nicht die Eckpfeiler in den Boden gerammt, auf denen wir das Imperium zur Rettung des Radios aufbauen werden. Aber die Radiotage waren eine tolle Möglichkeit gleichgesinnte Radiofreunde kennenzulernen, sich zu vernetzen und vor allem auszuprobieren, wie man eine solche Veranstaltung medial begleiten kann. Ich sage nur: Hardcoretwittern #tura15

Nächstes Jahr gerne wieder!

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Fleißig twitternd: Die anderen „Radiotalente“

 

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Kriminalist Axel Petermann, der Einblicke in seine Arbeit gab. Interessante Anreize auch für die journalistische Recherche.

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Wir haben kurzerhand die Namensschilder etwas modifiziert 😀

 

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David Schraven mit Tipps zur Monetarisierung von Recherchen. Seiner Aussage, dass man mit 27 ja nix braucht, außer n bißchen Geld für ab und zu ein Bier, möchte ich entschieden widersprechen! 😀

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Auch wenn da bayrische Bier wahrlich gut ist.

 

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Sonnenwendfeuer am zweiten Abend

 

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Beitrag bauen.
Denn: Die Arbeitsergebnisse unserer Gruppe lassen sich nicht nur nachlesen, sondern vor allem nachhören. In „Was mit Medien“ auf DradioWissen.